
Schwalben.
Sie sind. Noch.
Vor einem grauen Morgenhimmel (auch grau kann schön sein).
Auf Draht.
Ruhe.
WO saßen die Schwalben,als der Mensch noch keine Drähte durch IHREN Himmel gespannt hat?
Spannend.
Ich bin ein Spanner.
Ich beobachte die Schwalben.
DIE Schwalben. Weibchen. Das Wort zumindest ist weiblich.
Nackte.
Bloßgestellt. Sitzend auf sich gestellt.
Wie in einem Wartezimmer ohne Wände.
Ohne Behörde.
Kein Arzt auf den sie warten.
Schwalben.
Sie lernen uns,daß ruhig sitzen nicht unbedingt "warten" bedeutet.
Denn die Natur hat es so eingerichtet,daß im Normalfall genau JETZT,kurz bevor sie gen Süden fliegen,die meisten Insekten da sind. Ohne Bezugsscheine. Ohne Euroscheine. Ohne Harz4. Aber arbeiten müssen sie. Erst die Insekten. Heruntergefallene Äpfel in den Komposthimmel verwandelnd. Maden. Mädchen.
KriechEND.
MatschEND.
Flügel bekommEND.
Insektensatt losfliegEND.
ENDE.
Geschnappt. Von der Schwalbe.
Bis sie satt ist. Vollgefressen.
Auf dem Draht. Der irgendeine scheinbar wichtige Energie von "A" nach "B" befördert.
Die Schwalben wissen gar nicht,was da zwischen ihren Zehen passiert.
Sie sitzen.
Einfach so.
Da.
Bevor sie weg sind.
Für Monate.
Da sind sie auf Montage im Ausland.
Nur wo ist ihre Heimat?
Hier oder dort?
Am Himmel.
Im Himmel.
Seit auf Draht.
Ihr lieben Schwalben.
Laßt mich nicht hier sitzen.
Vorm leeren Himmel.

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